Slippage im Trading: Ursachen und Auswirkungen
Slippage wird oft als unangenehme Begleiterscheinung betrachtet, ist jedoch nicht immer negativ. In manchen Fällen kann Slippage sogar zu einem besseren Ausführungspreis führen, als ursprünglich erwartet – was dem Trader zugutekommt. In anderen Situationen kann sie jedoch höhere Kosten oder ungünstige Preise zur Folge haben.
Was ist Slippage?
Slippage tritt auf, wenn ein Trade zu einem anderen Preis ausgeführt wird, als ursprünglich erwartet. Das kann in verschiedenen Märkten passieren, darunter Aktien, Forex, Kryptowährungen und Rohstoffe. Slippage ist weder grundsätzlich gut noch schlecht – entscheidend ist, ob der tatsächliche Ausführungspreis besser oder schlechter als der erwartete ist.
Ursachen für Slippage
A. Marktvolatilität
Beschreibung: In volatilen Märkten können sich Preise schnell zwischen der Orderaufgabe und -ausführung ändern.
Beispiel: Während Nachrichtenereignissen, Quartalsberichten oder wichtigen Wirtschaftsdaten kann es zu starken Preisschwankungen kommen, die Slippage verursachen.
B. Geringe Liquidität
Beschreibung: Wenn es nicht genügend Käufer oder Verkäufer gibt, um deine Order zum gewünschten Preis auszuführen, wird der Trade zum nächsten verfügbaren Preis abgewickelt.
Beispiel: In illiquiden Märkten oder außerhalb der Handelszeiten tritt Slippage häufiger auf, da weniger Marktteilnehmer aktiv sind.
C. Ordertyp
Market Orders: Besonders anfällig für Slippage, da sie zum besten verfügbaren Preis ausgeführt werden – dieser kann vom angezeigten Preis abweichen.
Limit Orders: Vermeiden Slippage, da ein fester Preis festgelegt wird. Allerdings kann die Order unausgeführt bleiben, wenn der Markt diesen Preis nicht erreicht.
D. Latenz
Beschreibung: Verzögerungen bei der Orderausführung – etwa durch langsame Internetverbindungen oder Systemverzögerungen – können besonders im Hochfrequenzhandel zu Slippage führen.
E. Preissprünge (Gaps)
Beschreibung: Preislücken entstehen, wenn der Preis zwischen zwei Handelsperioden plötzlich springt – z. B. bei Markteröffnungen oder nach wichtigen Nachrichten.
Beispiel: Eine Aktie schließt bei 100 $, eröffnet am nächsten Tag aber bei 110 $. Über Nacht platzierte Orders werden zum neuen, höheren Preis ausgeführt.
Slippage bei Eurotrader
Bei Eurotrader verwenden wir Market Execution. Das bedeutet, alle Orders werden direkt zum bestmöglichen verfügbaren Preis an den Markt weitergeleitet.
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