Slippage-Regeln

Wichtige Regeln und Strategien zur Verwaltung von Slippage im Trading
Geschrieben von Maksim
Aktualisiert vor 8 Monaten

Slippage ist ein häufiges, aber oft übersehenes Phänomen im Handel. Es tritt auf, wenn ein Trade zu einem anderen Preis ausgeführt wird, als ursprünglich erwartet. Slippage kann in allen Märkten vorkommen – etwa bei Aktien, Forex oder Kryptowährungen – besonders bei hoher Volatilität oder geringer Liquidität.

Das Verständnis von Slippage und dessen Management ist entscheidend, um die Genauigkeit von Trades zu verbessern und unerwartete Verluste zu vermeiden.

Was ist Slippage?

Slippage bezeichnet die Differenz zwischen dem erwarteten Kurs bei Orderaufgabe und dem tatsächlichen Ausführungskurs.
Sie tritt typischerweise auf bei:

  • schnellen Kursbewegungen

  • plötzlicher Nachrichtenveröffentlichung

  • geringer Liquidität

Strategien & Regeln zur Vermeidung oder Minimierung von Slippage

1. Slippage-Toleranz festlegen

Viele Plattformen ermöglichen die Definition einer maximalen Abweichung vom Zielkurs.

Beispiel: Beim Kryptohandel können Sie eine Slippage-Toleranz von 1 % einstellen.

2. Limit-Orders statt Market-Orders nutzen

  • Market-Orders: sofortige Ausführung zum nächstbesten Preis (hohes Slippage-Risiko)

  • Limit-Orders: Ausführung nur zu einem vorher definierten Preis oder besser
    Vorteil: Volle Kontrolle – kein Slippage
    Nachteil: Order wird ggf. nicht ausgeführt, wenn der Kurs das Limit nicht erreicht

3. Zu Zeiten hoher Liquidität handeln

  • Slippage tritt häufiger auf bei geringer Marktaktivität (z. B. außerhalb der Handelszeiten).

  • Tipp: Handeln Sie zu Hauptzeiten (z. B. US-Marktöffnung, Londoner Session).

4. Nicht während wichtiger Nachrichten traden

  • Nachrichten wie Zinssatzentscheidungen oder Wirtschaftsberichte führen zu plötzlichen Kursausschlägen.

  • Regel: Warten Sie auf eine Marktberuhigung, bevor Sie Orders platzieren.

5. Marktbedingungen beobachten

  • Prüfen Sie Bid-Ask-Spreads und Volatilität vor jedem Trade.

  • Erklärung: Hohe Spreads und starke Schwankungen erhöhen die Slippage-Wahrscheinlichkeit.

6. Erweiterte Order-Typen nutzen

  • Funktionen wie "post-only" oder "reduce-only" helfen, Slippage zu kontrollieren.

  • Beispiel: "Post-only"-Orders garantieren, dass Ihre Order als Maker ins Orderbuch geht (vermeidet Slippage & Taker-Gebühren).

7. Strategien im Demokonto testen

  • Vor dem Handel mit echtem Kapital empfiehlt es sich, unter realitätsnahen Bedingungen zu üben.

  • Regel: Testen Sie Ihre Strategie auf Slippage-Empfindlichkeit.

8. Slippage im Risikomanagement berücksichtigen

  • Kalkulieren Sie Slippage in Ihre Stop-Loss- und Positionsgrößen ein.

  • Beispiel: Ein enger Stop-Loss kann durch Slippage zu einem größeren Verlust führen als geplant.

Wie Eurotrader mit Slippage umgeht

Bei Eurotrader verwenden wir Market Execution – das heißt, alle Orders werden direkt zum besten verfügbaren Marktpreis ausgeführt.

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